Meine Leistungen als Tierphysiotherapeutin für Ihr Pferd
Manuelle Therapie - Physikalische Therapie - Trainingstherapie für Rehapferde
Tierphysiotherapie
Ein großer Teil der Bewegungseinschränkungen entsteht aufgrund von muskulären Dysbalancen. Manuelle Techniken für die Weichteile wie Massagen, Faszientechniken, Dehnungen und Triggerpunktbehandlung helfen dabei, den Muskel wieder in den richtigen Tonus zu versetzen. Techniken zur Mobilisierung von Gelenken wie aktives und passives Mobilisieren, Traktionen und Kompressionen verhelfen dem eingeschränkten Gelenk wieder zu mehr Bewegungsfreiheit. Physikalische Therapien wie Wärme- oder Kälteapplikationen, Matrix-Rhythmus -Therapie ergänzen die Behandlung. In Absprache mit Ihnen als Besitzer/in und eventuell anderen Fachleuten suche ich die passenden Therapieformen für Ihren Liebling aus.
Faszientherapie
Faszien sind Bindegewebsstrukturen, die Muskeln, Knochen, Organe, Nerven und Gefäße umhüllen und dafür sorgen, dass diese Strukturen an Ort und Stelle gehalten werden und reibungslos zusammenarbeiten. Über- oder Fehlbelastungen, aber auch mangelnde Bewegung lassen diese verkleben, was zu Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen führen kann. Auch Narben, die nach Verletzungen oder Operationen entstehen, können umliegendes Fasziengewebe beeinträchtigen und fest werden lassen. Stress hat ebenfalls einen Einfluss auf die Beschaffenheit von Faszien, da diese vom Stressnerv des Körpers, dem Sympathikus, innerviert werden und es bei einer dauerhaften psychische Anspannung zu Verspannungen des Gewebes kommen kann.
Mit Hilfe von sanften manuellen Techniken sollen Verklebungen gelöst und Faszien damit wieder gleitfähig und dehnbar werden. Unterstützt werden kann der Effekt mit kinesiologischen Tape-Anlagen, um den Effekt der Behandlung länger aufrecht zu erhalten und Strukturen langfristig umzuprogrammieren.
Matrix-Rhythmus-Therapie
Die Zellen unseres Körpers schwingen alle innerhalb einer bestimmten Frequenz. Durch Überbeanspruchung, Traumata oder Erkrankungen kann dieses Schwingungsverhalten sich verlangsamen oder ganz zum Erliegen kommen. Nährstoffe werden nicht mehr zur Zelle hin und Abfallstoffe nicht mehr von der Zelle wegtransportiert. Als Folge der Übersäuerung des Gewebes kommt es zu schmerzhaften Muskelverspannungen.
Die Matrix-Rhythmus-Therapie gibt der Zelle wieder das richtige Schwingmuster vor und wichtige Zellvorgänge kommen wieder in Gang. Sie kann ergänzend innerhalb einer physiotherapeutischen Behandlung aber auch als Einzeltherapie als Ganzkörpertherapie zur Grundsanierung des Körpers nach Verletzungsphasen oder als Vor- sowie Nachbereitung von Turnieren erfolgen.
Lichttherapie
Bei der hier angewandten Lichttherapie wirken Rotlicht und Nahinfrarotlicht mit unterschiedlicher Wellenlänge auf den Pferdekörper ein. Diese durchdringen dabei unterschiedliche Hautschichten und haben einen positiven Effekt auf das physische und psychische Wohlbefinden der Tiere. So werden die Durchblutung gefördert, Muskelverspannungen gelöst sowie Muskel- und Gelenkschmerzen gelindert. Zum andern wirkt sie auf zellulärer Ebene indem Zellen stimuliert und geheilt werden. Dies kann eine bessere und schnellere Wundheilung fördern, der Stoffwechsel wird angeregt und Regenerationsprozesse nach dem Training oder Turnier können beschleunigt werden. Anwendungsbeispiele sind z.B. Schmerzlinderung bei Arthrose, Verletzungen der Sehnen, Gelenksentzündungen, Schleimbeutelentzündungen, Prävention von Muskelschäden, Linderung von Muskelkater und Verspannungen, Stressreduktion.
Faszientapes/Trainingstapes
als unterstützende Therapieform bei Einschränkungen des Bewegungsapparates, aber auch zum Einsatz im Training um positive Bewegungsmuster neu zu etablieren.
Die therapeutische Wirkweise von Tapes besteht darin, dass sie leicht gedehnt auf dem Fell angebracht werden und sich im Anschluss wieder zusammen ziehen. Dadurch wird das Fell und mit ihm die Haut darunter angehoben und mehr Raum für das darunterliegende Gewebe geschaffen. Diese werden besser durchblutet und mit Nährstoffen versorgt, Abbauprodukte werden abtransportiert, Druck und Schmerzen durch verspannte Muskeln werden gelindert, ebenso wie Schwellungen, Hämatome und Narben.
Als Einsatzmöglichkeit im Training sprechen die Tapes die Rezeptoren in Haut und Faszien an und richten so die Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Körperregion. Mit einer dadurch verbesserten Wahrnehmung können neue, gesunde Bewegungsmuster abgespeichert werden.
Novafon
Beim Novafon Schallwellengerät handelt es sich um eine Form der lokalen Vibrationstherapie, mit welcher Zellen in Schwingung versetzt werden. Dabei kann je nach gewünschtem Behandlungsziel mit unterschiedlichen Frequenzen und Intensitäten gearbeitet werden. So können Muskelverspannungen durch eine gesteigerte Durchblutung und einen verbesserten Stoffwechsel gelöst, aber auch mehr Muskelaktivität und Muskelspannung durch die Anregung von Muskelspindeln und Nervenendigungen erzeugt werden. Vibrationen stellen sensorische Reize dar und können nach der sog. Gate-Control-Theorie zu einer Linderung von Schmerzen in Muskeln und Gelenken beitragen. Hierbei überlagert der sensorische Reiz den Schmerzreiz und unterbindet die Weiterleitung von Schmerzsignalen ans Gehirn.
Auch in der Rehabilitation neurologischer Erkrankungen kann das Novafon zum Einsatz kommen.
Trainingstherapie für Rehapferde
Ganz nach dem Motto "Use it or lose it" sorgt Immobilisation bereits nach kurzer Zeit für den Abbau von Gewebe und kann gegebenenfalls zu irreparablen Schäden führen. Nach Verletzungen des Bewegungsapparates (mit oder ohne OP) und längerer Boxenruhe ist in Absprache mit der behandelnden Tierärztin/ dem behandelnden Tierarzt ein behutsamer Aufbau der verschiedenen Gewebe durch sinnvolle Bewegungstherapie daher absolut notwendig. Ich unterstütze Sie gerne mit der Erstellung eines individuellen Trainingsplanes zum schonenden Bewegen und wieder Antrainieren nach längeren Ruhephasen und begleite Sie beim Training mit Ihrem Pferd.
Physiotherapeutische Behandlungen runden den Wiederaufbau ab.
CHECK-UP Trageerschöpfung
Sehen die Beines Ihres Pferdes aus wie ein "V" und stehen nicht geschlossen, sondern immer in Schrittstellung? Ist der Rücken fest und hängt er ebenso wie der Bauch durch? Ihr Pferd wirkt überbaut, hat einen ausgeprägten Unterhals und vielleicht sogar einen Axthieb? Probleme mit den Sehnen und Gelenken (z.B. Spat), Gallen an den Hinterbeinen, wiederkehrende Beckenschiefstände kommen Ihnen bekannt vor?
Beim Reiten zeigen sich Atemprobleme, Anlehnungsproblematiken, Verweigern von Galopp oder häufiges Stolpern bis hin zu Stürzen?
Dies sind nur einige der klassischen Anzeichen, die neben vielen anderen, bei einer Trageschwäche oder -erschöpfung auftreten können. Falls Sie Ihr Pferd hier wiedererkennen oder Sie unsicher sind, komme ich gerne zu Ihnen und wir sehen uns Ihr Pferd ganz genau an.
Ablauf einer Behandlung
Bei einer Behandlungsanfrage erhalten Sie im Vorfeld einen Fragebogen per Mail, der vor unserem ersten Termin an mich zurückgesendet wird. Nach Absprache senden Sie mir zudem Fotos im Stand und eventuell ein kleines Video zur Ganganalyse. So kann ich mich optimal vorbereiten.
Bei unserem ersten Treffen besprechen wir Fragebogen und Bilder/Videos.
Danach erfolgt eine ausführliche Befundung mit Adspektion, Ganganalyse, Muskelpalpation und einer Gelenkfunktionsprüfung.
Im Anschluss werden die Befunde, Ziele und das weitere Vorgehen besprochen.
Planen Sie hierfür bitte beim Pferd ca. 2 Stunden Zeit ein, beim Hund ca. 1,5 Stunden.
Wichtig!
Da bereits die Untersuchung sehr viel Ruhe und Zeit benötigt und erfahrungsgemäß die Tiere nur eine gewisse Zeitspanne an Stillstehen/-liegen und Konzentration aufbringen können, werden bei mehreren Befunden im ersten Termin zunächst nur die am dringlichsten erachteten Befunde behandelt.
Bei multiplen Befunden ist zumindest ein weiterer Folgetermin sinnvoll.
Bitte beachte!
Achten Sie darauf, dass Ihr Tier trocken und sauber ist - entfernen Sie Schmutz aber bitte nur kurz und oberflächlich mit einer Bürste! Es sollte direkt vor der Behandlung nicht geritten oder anderweitig bewegt werden, da sonst die Ergebnisse der Ganganalyse und der Gelenkfunktionstestung nicht aussagekräftig sind. Zwischen Fütterung und meiner Behandlung sollten mindestens drei Stunden Pause liegen.
Bei Hundepatienten halten Sie bitte ein paar Lieblingsleckerlis und ggf einen Maulkorb bereit, mit dem Ihr Hund trotzdem Leckerchen essen und vor allem hecheln kann.
In den nächsten 2-3 Tagen nach der Behandlung sollten Sie Ihr Tier nur moderat bewegen – z.B. locker an der Longe in allen Gangarten, Spaziergänge, Bodenarbeit.
Sie sollten Ihr Pferd nicht reiten, da der Körper sich erst an die neuen physiologischen Bewegungsmuster gewöhnen muss.
Auch Ihren Hund sollten Sie keinen besonderen sportlichen Anstrengungen aussetzen.
Soweit Vorbefunde und Röntgenbilder durch die behandelnde Tierärztin/den behandelnden Tierarzt vorliegen, lassen Sie mir diese gerne vorab zukommen. Ein Austausch mit diesen oder anderen behandelnden Akteuren wie Hufschmied etc. kann sinnvoll sein, erfolgt aber nur mit vorliegender schriftlicher Einverständniserklärung Ihrerseits.
Wichtig:
Als Physiotherapeutin ersetze ich nicht die Behandlung durch die Tierärztin oder den Tierarzt und stelle keine Diagnosen!
Sollte Ihr Tier ein auffälliges Gangbild zeigen oder lahmen, stellen Sie es bitte zuerst bei Ihrer behandelnden Tierärztin/ Ihrem behandelnden Tierarzt vor, bevor Sie einen Termin mit mir vereinbaren.
Sollten sich während unserem Ersttermin auffällige Befunde zeigen, wird zu einer Abklärung durch die Tierärztin/den Tierarzt geraten, bevor eine Behandlung durch mich erfolgen kann.